Die my.worX gGmbH liegt direkt an der Weender Landstraße. Gegenüber befindet sich der Uni-Campus, um, am und auf dem Platz der Göttinger Sieben. Fast jedem ist dieser Platz bekannt, nicht zuletzt wegen der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek (SUB), dem Blauen Turm, dem ZHG und der Zentralmensa.
Doch wer kennt die Geschichte der Göttinger Sieben? Wer waren sie und weshalb wurden sie bekannt?
Um mehr zu diesem Thema zu erfahren, besuchte eine Gruppe von Beschäftigten der my.worX gGmbH die aktuelle Ausstellung über die Göttinger Sieben im Städtischen Museum.
Kurz gesagt: Sieben Professoren protestierten schriftlich gegen eine Grundgesetzänderung des Königs, der sie daraufhin zum Teil ins Exil zwang und mit Berufsverbot belegte.
Genaueres erfuhr die Besuchergruppe in einem detaillierten Vortrag, während der Führung durch die Ausstellung, vom Kurator.
Demnach erlies König Wilhelm IV. von Großbritannien und Hannover 1833 nach langwierigen Verhandlungen das „Staatsgrundgesetz“ für das Königreich. Hannover.
Diese Grundgedanken formulierte im wesentlichen Professor Dahlmann von der Göttinger Universität.
Hannover gehört damit zur Gruppe der vergleichsweise liberalen konstitutionellen Staaten des Deutschen Bundes.
Nach dem Tod König Wilhelm IV bestieg Ernst August 1837 im Königreich Hannover als Nachfolger seines verstorbenen Bruders den Thron.
Dieser fühlte sich jedoch nicht an das neue Gesetz gebunden und setzte es außer Kraft, denn er war nicht um Zustimmung gebeten worden. Damals war es im Königshaus  Hannover üblich, bei jeder Änderung der Verfassung die potentiellen Thronerben um Erlaubnis zu bitten.
Daraufhin verfasste Dahlmann ein Protestschreiben. Sechs von Dahlmanns Kollegen unterschrieben diese Erklärung: Jacob und Wilhelm Grimm, Wilhelm Eduard Albrecht, Heinrich Georg August Ewald, Georg Gottfried Gervinus, Wilhelm Eduard Weber. Darin warfen Sie dem neuen Staatsoberhaupt Verfassungsbruch vor.
Dies führte zu den oben erwähnten Strafmaßnahmen gegen die Göttinger Sieben.
Die Räumlichkeiten der Ausstellung waren gemäß des historischen Anlasses entsprechend ausgestattet. So wurde z.B. der Boden mit Rot- und Gelbfarbenen Brettern ausgelegt, die das Streben nach Freiheit, Bürgerrechten und deutscher Einheit in der damaligen Zeit symbolisieren sollten.
Gut erhaltene Bilder, Zeichnungen, Drucke, Zeitungen und Flugblätter erlauben des weiteren einen Einblick in das Geschehen dieser lebendigen Zeit. Biedermeier-Möbel (Schachtisch aus dem Besitz von Heinrich Ewald), bemaltes Porzellangeschirr (mit Portrait des Königs, etc.), Porzellanpfeifen, Büsten und Zinnfiguren runden das Erscheinungsbild der Ausstellung ab.
Ein weiteres bedeutendes Informationsangebot ist die Präsentation einer mit historischen Daten dieser Zeit bestückten CD-ROM.
Abgerundet wird diese Ausstellung durch die Möglichkeit, selbst mit Gänsekiel und Tinte zu schreiben. In der damaligen Zeit wurde dieser Protestbrief handschriftlich von Studenten vervielfältigt, um ihn auf diese Weise weiter zu verbreiten.

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