Gemeinntzige GmbH
Anerkannte Werkstatt fr Menschen mit seelischer Behinderung

GWG informiert sich über die Arbeit von ifas und my.worX

Ursula Haufe, Alice Rohrbeck, Christiane Stock

Das vielfältige Müsli-Sortiment im Werksverkauf der göttinger müsli company lässt manche Besucherin Staunen. Der Genuss der Müslis, Snacks und Tees überzeugt schließlich. (Ursula Haufe, Alice Rohrbeck, Christiane Stock, v.l.n.r.) Foto: my.worX gGmbH

 

 

Göttingen, 15. Februar 2017 - Dass die Zeit für den Besuch zu knapp bemessen war, offenbarte sich bereits nach kurzer Zeit. Die Geschäftsführerin der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH (GWG), Ursula Haufe, brachte zum Besuchstermin viele Fragen und Ideen mit. Dietmar Thiele, Geschäftsführer der beiden Sozialunternehmen und Werkstattleiterin Christiane Stock informierten über die Angebote zur beruflichen Rehabilitation und die Dienstleistungen von my.worX und ifas.

Besonderes Interesse zeigte Ursula Haufe für das nahtlose Versorgungsangebot, das ifas bereithält. Miteinander verzahnte Maßnahmen ermöglichen Teilnehmern und Teilnehmerinnen, Leistungen aus einer Hand zu beziehen. Die Finanzierung dieser zum Teil aufeinander aufbauenden Angebote übernehmen verschiedene Leistungsträger, beispielsweise die Deutsche Rentenversicherung, das Landessozialamt oder die Agentur für Arbeit. „Das Modell des nahtlosen Schnittstellenmanagement könnte auch für andere Organisationen und Kooperationen sehr hilfreich sein", stellte Haufe fest.

Anhand von Fallbeispielen erläuterte Dietmar Thiele anschaulich die inhaltliche Ausrichtung der Unternehmen. „Zum Beispiel schließen wir mit dem Angebot der Fachklinik Waldweg die Versorgungslücke zwischen Akutversorgung und anschließenden Maßnahmen der Jugendhilfe", erklärte Thiele. Die stationäre Unterbringung in der Fachklinik bis zu einem Jahr ermögliche den erkrankten jungen Menschen nachzureifen, die Krankheit mithilfe professioneller Unterstützung zu bewältigen und Pläne für die Zukunft zu schmieden. Diese Form der Einrichtung sei nach wie vor in Deutschland sehr selten.

Auf einem Rundgang erhielt die Geschäftsführerin der GWG Einblicke in die Fachbereiche des ifas und in eine Abteilung der my.worX gGmbH. Auszubildende berichteten über ihre Tätigkeiten in der Floristik, beim Büromanagement und in der Hauswirtschaft. In der göttinger müsli company stellten Rehabilitanden ihre Tätigkeit vor und erläuterten die Produktionsabläufe. „Die Arbeitsatmosphäre ist spürbar gut. Der wertschätzende Umgang miteinander strahlt aus und hat Vorbildcharakter", lobte Ursula Haufe.

„Eine angenehme Arbeitsatmosphäre ist in einer Werkstatt für psychisch kranke Menschen eine Grundvoraussetzung", so Werkstattleiterin Christiane Stock. Werkstattbeschäftigte können aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr als drei Stunden arbeiten und stehen daher dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Ein gut strukturierter Arbeitsplatz, regelmäßige berufliche Weiterbildungen und klare soziale Regeln für das Miteinander tragen maßgeblich zu einer guten Arbeitsatmosphäre und einer gelungenen beruflichen Rehabilitation bei.

Nicht alle Abteilungen und Fachbereiche konnten besichtigt, zahlreiche Themen nicht besprochen werden. Bei allen Beteiligten bestand kein Zweifel darüber, dass ein weiteres Treffen in nicht allzu weiter Ferne liegt.