Einen  Blick hinter die Kulissen…

…des Deutschen Theaters vermittelte uns die Theaterpädagogin Sinje Kuhn am Dienstag, den 12. Oktober 2010.

Der begleitende Dienst der WfbM hat gemeinsam mit einem Teilnehmer die Führung durch das Deutsche Theater im Rahmen eines begleitenden  Angebotes organisiert.

Frau Kuhn erzählte uns, dass das Stadttheater in den Jahren 1889 und 1890 im Neorenaissancestil erbaut wurde und der 1. Direktor bis 1906 Norbert Berstl hieß.

Bevor die Proben auf der Hauptbühne begannen, hatten wir die Möglichkeit, von dort in den Zuschauerraum zu blicken, der 500 Plätze umfasst und aus unserer Perspektive recht klein erschien.

Die Ton- und Lichttechniker arbeiteten an ihren Plätzen und wir ließen uns erklären, dass alle Effekte sorgfältig aufeinander abgestimmt werden müssen. Uns wurde auch der Platz der Souffleuse gezeigt.

Dann wurden wir in die Schneiderei geführt, dort herrschte reges Treiben. Vom Schnittmuster über den Zuschnitt bis zum fertigen Kleid ist es ein langer Weg. Jede/r Schauspieler/in bekommt sein/ihr Kostüm auf den Leib geschneidert.

Von der Vielfalt der Kostüme und Schuhe konnten wir uns im Damen- und Herrenfundus selbst überzeugen. Die Schneiderin sagte uns, dass z.B. von manchen Kleidern zwei zur Verfügung stehen: ein Neues und ein Kaputtes, damit das neue Kleid nicht zerrissen werden muss.

In der Tischlerei werden u.a. die Bühnenbilder gezimmert. Sie dürfen trotz ihrer Größe nicht zu schwer sein, weil sie auf der Bühne hin und her gestellt werden müssen. Von jedem Raum werden detailgenaue Modelle angefertigt, die wie das Zimmer in einer Puppenstube aussehen.

Weiter ging es in die Malerei, wo wir die Effekte der verschiedenen Maltechniken bestaunen konnten: bemaltes Styropor sah aus wie eine Steinmauer, eine Katzenskulptur, die das Gewicht einer Bronzefigur zu haben schien, war sehr leicht.

Die letzte Station unserer Erkundung war die Maskenbildnerei. Dort werden u.a. aus Echthaar Perücken in allen Farben und Längen hergestellt. Es gab auch Vampirgebisse zu sehen, von denen die herausschauenden Zähne an eine Knirscherschiene  montiert wurden und natürlich gab es auch Theaterblut.

Der Rundgang durch das Deutsche Theater war sehr interessant und kurzweilig und hat uns sehr viel Spaß bereitet.

Dafür bedanken wir uns bei Frau Kuhn und ihren Kollegen/innen, die uns herzlich begrüßten, uns zum Fragen ermunterten und aus dem Nähkästchen plauderten.


Nähere Informationen finden Sie bei Interesse unter:
http://www.dt-goettingen.de/

 
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